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St. Gilgen

St. Gilgen

Der geschichtsträchtige Seebadeort am Westufer des Wolfgangsees bietet Ihnen zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten und eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten!

St. Gilgen am Wolfgangsee

Geschichtliches und Sehenswertes:

Der ca. 3700 Einwohner zählende Sommertourismus- und Seebadeort St. Gilgen liegt am Westufer des Wolfgangsees auf 550m Seehöhe und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im Jahre 790 wurde der Ort erstmals geschichtlich erwähnt. Die Menschen hier lebten mehr schlecht als recht von Viehzucht, Fischfang und Handwerk. Einige dieser handwerklichen Besonderheiten können Sie heute noch im sehenswerten Heimatkundlichen Museum im 1655 erbauten „Wetzlhäusl“, bewundern. Geschichte wird lebendig, wenn Sie durch den Ort spazieren: Mutter Mozart wurde im Bezirksgerichtsgebäude am See geboren. Hier wurde ein Mozart-Gedenkraum eingerichtet, der Portäts und Dokumente zur Familie Mozart zeigt.

Auch der kunstvolle Mozart-Brunnen von Toni Schneider Manzell erinnert an Anna Maria Walpurga Mozart. Ihre Tochter – Nannerl Mozart – war hier mit dem Richter Sonnenburg verheiratet. An die Franzosenkriege erinnert die Franzosenschanze und die verwunschenen Steinklüfte, wo die Bürger in jener unruhigen Zeit ihr Hab und Gut versteckten. Noch viel weiter zurück in die Vergangenheit führt Sie eine Wanderung über den Falkenstein: der alte Wallfahrtsweg zum Hl. Wolfgang – bei der Kapelle finden Sie einen „Schlufstein“ und ein „Augenwasserbrünnel“ – beides deutet auf ein sehr frühes Heiligtum hin. Erspüren Sie den geheimnisvollen Zauber dieses Ortes! Auch die Pfarrkirche (urkundlich 1376 erwähnt, Neubau 1767 bis 1769), die dem hl. Ägidius geweiht ist, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Der hl. Ägidius gehört zu den 14 Nothelfern, er war Bischof in der französischen Stadt Saint Gilles und ist auch Namenspatron von St. Gilgen. Heute erstrahlt die barocke Inneneinrichtung der Kirche in neuem Glanz. Zu den Gottesdiensten und Konzerten ertönt die prächtige Orgel, die 1991 – im Mozartjahr – gebaut wurde. Im letzten Jahrhundert kamen die ersten Gäste in unsere Gegend. Zuerst waren es die Maler und Dichter des Romantik, die die wahrhaft „romantische“ Landschaft des Salzkammerguts entdecken: Die Maler Jakob Alt, Gauermann, Waldmüller und Ludwig Richter, der amerikanische Dichter Longellow und Viktor von Scheffel, der mit seinem Epos „Bergpasalmen“ die Landschaft am Wolfgangsee besang. Als Kaiser Franz Josef 1848 Bad Ischl zu seiner Sommerfrische erkor, folgte ihm alles, was am Hof Rang und Namen hatte, ins Salzkammergut. Der Raddampfer „Franz Josef I.“ (Baujahr: 1873) bringt heute noch Ausflügler und Erholungssuchende über den See. Besonderen Aufschwung brachte der Bau der Salzkammergut Lokalbahn. Leider kann man dies „liabe kloane“ Eisenbahn, die zwischen Salzburg und Bad Ischl verkehrte, nur mehr in alten Filmen erleben. Berühmte Menschen lebten in St. Gilgen, die Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach, der bedeutende Arzt Theodor Billroth und die Familie des Nobelpreisträgers Karl von Frisch, der seine Bienenforschung hier in Brunnwinkel betrieb. Auch heute ist St. Gilgen ein beliebter Erholungsort für bedeutende Persönlichkeiten – allen voran der deutsche Ex-Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl.